Spiritualität – Was steckt dahinter und wie kann es nützen

13. Februar 2026 | 0 Kommentare

Spiritualität, jetzt kommt sie mir damit, oh je!! Diese Reaktion kommt oft, weil Spiritualität gerne direkt mit Glauben, Religion gleichgesetzt wird. Aus meiner Sicht ist das eine viel zu enge Fassung dieses Begriffes, die nur einen kleinen Teil vom Ganzen Abbilden je nachdem, wo du stehst. D.h. zunächst einmal das aus meiner Perspektive es nicht „die Spiritualität“ gibt, sondern das Spiritualität viele verschiedene Gesichter haben kann und darf und jeder Mensch das Recht hat dieses auch selbst zu definieren. Eine Bekannte z.B. symbolisiert für sich das Wort Spiritualität mit der Pusteblume, eine andere verknüpft es mit Verbundenheit mit der Natur, eine dritte tatsächlich mit ihrem Glauben an Gott. Und ganz ehrlich: alle drei haben recht aus meiner Sicht, denn in jeder dieser individuellen Bedeutungen liegt ein Vertrauen in ein „großes Ganzes“, eine übergeordnete Größe oder falls dich dieser Ausdruck mehr anspricht eine höhere Macht. Und genau das ist es, was aus meiner Sicht das Entscheidende ist an Spiritualität, was in Coaching und Therapie helfen kann, uns generell durch schwere Zeiten tragen kann. Denn so eine Form der Spiritualität hilft auch Situationen auszuhalten, durchzustehen, die im Moment, wo sie passieren keinen Sinn machen, furchtbar schmerzhaft sind, uns zu zerreißen, zu überwältigen drohen – wäre da nicht das Vertrauen, dass es auf einer „höheren Ebene“ einen Grund gibt, der sich uns jetzt noch nicht erschließen will. Das ist ein Geschenk, was ich auch schon selbst dank Spiritualität erlebt habe und das zweite, was auch in dem Vertrauen, dass da mehr ist als „nur ich“, Verbundenheit da ist, aus dieser Verbundenheit z.B. mit der Natur auch neue Kraft entsteht, die uns helfen kann, schwere Zeiten, z.B. eine Krankheit zu überstehen.

Im Internet findet sich als eine Definition von Spiritualität „die Hinwendung zu einer geistigen, über das Materielle hinausgehenden Dimension, die rational nicht vollständig erklärbar ist und oft als transzendent oder göttlich verstanden wird. Sie umfasst subjektive Erfahrungen, die das Leben, die ethischen Vorstellungen und die persönliche Entwicklung beeinflussen, ohne zwingend an eine bestimmte Religion gebunden zu sein.“ [1] Aus meiner Sicht ist vor allem die Punkte „subjektive Erfahrung“ und „Beeinflussung der persönlichen Entwicklung“ zentral, denn damit erfährt Spiritualität eine Weite, die über die engen Vorstellungen von Religion und Kirche hinausgeht. Und dabei möchte ich ganz offen sein, für mich ist der Glaube an Gott an Jesus Christus mit Gottesdienstbesuch und Musizieren im Taizégebet ein Teil von meiner Spiritualität, aber genauso ist es die Metta-Meditation aus dem Buddhismus, die ich seit acht Jahren morgens praktiziere oder die Tiefe Verbundenheit mit der Natur, wenn ich wandere. Denn all diesen Bereichen gemein ist: ich fühle mich als Teil von einem großen Ganzen und kann daraus Kraft schöpfen.

Was sind damit aus meiner Sicht Geschenke, die jede Form von Spiritualität dir machen kann? Ruhe im Wissen, dass du nicht alleine bist. Vertrauen in einen höheren Sinn und Zweck. Die Möglichkeit, dich an deinen spirituellen Orten aufzutanken und dir dort neue Kraft /Energie zu holen, dich zu erden. Aber auch Belastungen abzugeben, wenn du sie nicht alleine tragen kannst, bei deiner spirituellen Größe. Manchmal verknüpfen sich dabei auch verschiedene Zugänge zu Spiritualität: Ein Spaziergang in der Natur kann der Weg zu einem Gespräch mit – in meinem Fall Jesus – sein, das Zuhause oder der Kirche nicht möglich war, ein anderes Setting brauchte und dann sehr viel Entlastung erzeugt hat. Vielleicht wünschst du dir das schon lange und durftest bisher deinen Weg nicht finden, weil du dich durch Vorgaben von z.B. Religion und Kirche eingeengt gefühlt hast – dann bist du eingeladen einmal zu prüfen, wo dein Weg ist, ob und wo du spüren darfst, dass da „mehr“ ist, wenn es zu dir passt. Oder du denkst okay gut, also ist es auch richtig, wenn für mich Religiosität und Spiritualität zusammengehören: ja genau. Aus meiner Sicht hat Spiritualität unzählige Gesichter und du hast das Recht, das zu finden, welches zu dir passt und dich in der Bewältigung schwieriger Situationen unterstützt.

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